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Hundepfotentreff 1 x 1

Sicherheit im Dunklen - Sehen und Gesehen werden

Mit den Herbst- und Wintermonaten beginnt wieder die dunkle Jahreszeit. Rechtzeitig gesehen zu werden, erhöht die Sicherheit nicht nur im Straßenverkehr sondern erleichtert auch den Spaziergang. Reflektierende Materialien, Klettbänder oder Warnwesten für Mensch und Hund erhöhen die Erkennbarkeit und somit die Sicherheit wesentlich. Um die Sicherheit Ihres Hundes zu gewährleisten, sollten Sie ein Leuchthalsband oder Blinklichter an Halsband oder Brustgeschirr anbringen, so dass man Ihren Hund auch schon aus großer Entfernung sehen kann. Auch Leinen, Halsbänder oder Brustgeschirre in reflektierenden Farben sind sehr sinnvoll.
Wenn 2- und 4-Beiner gut ausgerüstet sind, macht auch ein Spaziergang in Dunkelheit Spaß und gute Laune!
Man sollte die Hunde beim Spaziergang immer gut in Bewegung halten und anschließend ggfls. abtrocknen. Wenn die Heimfahrt noch einige Zeit dauert sorgen Sie bitte dafür, dass der Hund im Auto trocken liegt und nicht auskühlt.


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Hunde, die bellen, beißen nicht….

Dieses deutsche Sprichwort ist sehr populär und vermag erst einmal nichts anderes zu bedeuten, als auch weitere Sprichwörter aussagen: "Leute die nur drohen, sind in Wirklichkeit ungefährlich", "Große Klappe, nichts dahinter". Es wird oft gesagt, dass von Menschen, die viel reden bzw. drohen, in Wirklichkeit nicht viel zu erwarten ist. Situationen wirken im ersten Moment dramatischer, als sie in Wirklichkeit sind. Oder werden sie nur verharmlost oder falsch eingeschätzt?
Denn auf den Wahrheitsgehalt dieser Sprichwörter ist kein Verlass. Bei dem "Hund, der bellt, aber nicht beißt" zeigen zwar die Beobachtungen, dass Hunde in der Tat beim Bellen eher imponieren oder ängstlich sind, ohne gleich zum Angriff durchzustarten. Aber verlassen solle man sich darauf nicht, wenn man ein fremdes Revier betritt und der Hund dort zu Hause ist oder sich bedroht fühlt. Sowohl als Lebensweisheit als auch bei der Einschätzung von Hundeverhalten ist die Redewendung "Hunde, die bellen, beißen nicht" wenig geeignet. Wir populär dieser Ausspruch allerdings ist, zeigt die weite Verbreitung in vielen europäischen Ländern wie England, Frankreich oder Portugal.

(Quelle: Populäre Irrtümer über Hunde, A. Weiershausen)


Bellen - die häufigste Lautäußerung der Hunde

Grob gibt es sechs Möglichkeiten, warum ein Hund bellt:
" das Nervositäts- oder Aufregungsbellen
" das Aufmerksamkeitsbellen
" das Angstbellen
" das Frustrationsbellen
" das Abwehr- oder Verteidigungsbellen
" das Bellen auf Befehl

Das häufigste Bellen ist das Aufmerksamkeitsbellen, aber das ist je nach Hund, Rasse und Besitzer unterschiedlich.
Das Bellen eines Hundes kommt, wie die Laute bei jedem anderen Tier, aus dem Kehlkopf. Für das Bellen muss der Kehlkopf jedoch relativ groß sein. Die Urhunde konnten vermutlich nicht bellen - ihr Kehlkopf war zu flach. Der Urhund hat vermutlich gejault. Einige seiner Nachkommen, wie der australische Dingo oder der zentralafrikanische Basenji , haben heute noch einen urtypischen flachen Kehlkopf, und können daher nicht so gut bellen. Diese Hunderassen heulen oder jaulen dafür häufiger.

(Quelle: Wikipedia.org)



Hunde sehen alles grau in grau

Die Annahme, Hunde könnten nur schwarz-weiß sehen und würden so in einer grauen, farblosen Welt leben, stimmt nicht. Ein Glück für unsere Hunde , kann man da nur sagen.
Sie können den blauen Himmel sehen und die Sonne, wenn sie scheint, nur die Ampel mit den Farben Rot, Grün, Gelb können sie nicht deuten. Unsere Hundepartner würden immer bei Gelb verharren. Wieso? Weil unsere Hunde zwar Farben sehen und bewerten können, aber nicht so viele Farben erkennen, wie wir. Die Folge ist, dass Hunde wie ein farbenblinder Mensch nur ein begrenztes Farbspektrum sehen.
Beim Farbensehen sind sogenannte Zäpfchen im Auge für ein scharfes und detailgetreues Bild sowie für die Wahrnehmung der Farben zuständig. Dabei ist die Zahl und Art der Zäpfchen, die im Gehirn die Wellenlänge des Lichtes in Farben umwandeln, für die Schärfe, Details und Farbe des ankommenden Bildes ausschlaggebend. Dafür benötigt der Mensch drei Typen von Zäpfchen: Einer reagiert auf Blau, einer auf Grün und auf Orangerot ein dritter. Im Gehirn wird aus der Summe der Signale eine Farbe zusammengesetzt. So sehen wir das Farbspektrum Violett, Blau, Blaugrün, Grün, Gelb, Orange und Rot.
Nehmen wir einen Menschen der farbenblind ist, so fehlt ihm ein Zäpfchentyp. Er kann zwar mit zwei Farbtypen auch Farben sehen, aber in der Summe weniger. Dieses Phänomen haben wir auch bei unseren Hunden. Sie besitzen nur zwei Zäpfchen, Blau und Gelb. So ist zu erklären, dass Hunde Rot und Gün schlechter sehen als Menschen. Sie sehen die Farben Dunkelblau, Hellblau, Grau, Hellgelb, Dunkelgelb (eine Art Braun) und ein sehr dunkles Grau. Zusammengefasst: Hunde nehmen ihre Umwelt in Tönen von Blau und Gelb wahr. Grün, Gelb und Orange erscheint ihnen als gelblich, Violett und Blau als Blau. Blaugrün ähnelt einem Grau. Rot ist für sie nur schwer erkennbar, es dürfte ihnen als sehr dunkles Grau oder sogar Schwarz erscheinen.
Dabei achten Hunde nicht nur auf Farben, sondern auch auf Farbkontraste, die in wichtiger Kombination mit dem Geruchssinn die "Feindaten" liefern. Ganz entscheidend ist hier die Auswertung der Bewegung, eine der am besten entwickelten Sehfähigkeit des Hundes im Gegensatz zu uns Menschen.
In erster Linie sind bewegte Objekte für die "Jagd" interessant. Geräusche und Gerüche dienen dabei der Orientierung und zum Aufspüren der "Beute". So richtig zielsicher wird der Hund aber erst, wenn er die Beute im Blick hat. Ist das Objekt der Begierde dann richtig schön in Bewegung, kann er es zehnmal besser wahrnehmen als der Mensch und das bei geringsten Lichtverhältnissen!
Achten Sie also in Zukunft genau auf das rote Bällchen, das Ihr Hund im Gras suchen soll, er wird es nämlich nicht anhand des grellen orangeroten Farbtones finden, sondern eher am Geruch oder der Flugbewegung. Gerade im Gras ist ein rotes Spielzeug schwierig zu erkennen, denn beides, das Spielzeug und das Gras, erscheint ihm gelblich-grau. Verwöhnen Sie ihn doch mit gelbem und blauem Spielzeug, dann spielt auch sein Auge mit.

(Quelle: Populäre Irrtümer über Hunde, A. Weiershausen)



Hunde lügen nicht….

….denkt man so leicht, sie sind ja die "besseren Menschen". Aber auch die liebsten Haustiere täuschen auf "Teufel komm raus", wenn es darum geht, eine wichtige und für sie interessante Ressource zu sichern.
Was heißt eigentlich "lügen"? Es bedeutet, ganz bewusst und gezielt eine falsche Information weiterzugeben, was für denjenigen, der lügt, von Vorteil, für den Belogenen aber von Nachteil ist. Da unsere Hunde nicht sprechen können, benutzen sie als "Täuschungsmanöver" ihr großes Repertoire an Verhaltensweisen, mit denen sie mit uns und Artgenossen kommunizieren. Es ist also eine durchaus beabsichtigte Strategie, wenn Hunde ihrer Umwelt falsche Signale senden. Die meisten Formen von "Vortäuschung" findet man bei Hunden, um Größe und Stärke zu simulieren. Dabei stellen sie die Rückenhaare auf, denn das macht sie optisch größer, oder sie benutzen bestimmte tiefe Knurrlaute, damit sie stärker erscheinen, als sie in Wahrheit sind.
Am erstaunlichsten ist, dass gerade viele unterwürfige Verhaltensweisen des Hundes im Zusammenleben mit dem Menschen taktisch angewendet werden, um mit einer Beschwichtigungsgeste geschickt vorzubeugen und damit so zu tun, als wäre eigentlich gar nichts. Dazu zählt das auf den Rücken werfen, Pföteln, Wegschauen, Nase lecken, am Boden schnüffeln, plötzliches Spiele, geduckte Körperhaltung und vieles mehr. Ist das Ziel dieser Strategie erreicht, ist in der Folge keine Rede mehr von Zurückhaltung.
Haben Sie schon mal einen Hund beobachtet, als er ins Bett wollte, obwohl er das eigentlich nicht darf? Da wird sich in etwas geduckter Haltung vorsichtig angeschlichen, mit der Zunge über die Nase geleckt, woanders desinteressiert hingeguckt, wen es die Größe zulässt der Kopf ganz langsam auf die Matratze gelegt, unterwürfiges Schwanzwedeln gezeigt, die Ohren zurückgelegt - wenn der Mensch dann noch nicht auf so charmantes Herannahen reagiert, geht's weiter, erst vorsichtig eine Vorderpfote, dann folgt die zweite Pfote - reagiert der Mensch immer noch nicht, macht es hopp, und ab ins Bett. Dann macht sich unser Freund so klein, als wäre er nicht wirklich anwesend, und eigentlich hat ihn ja auch niemand gesehen. Fühlt er sich dann sicher auf seinem eroberten Bett, macht er sich so breit, dass niemand mehr außer ihm Platz hat. Das schaffen im Übrigen sogar kleine Hunde. Ja, wenn das mal vom Hund kein kluger Schachzug ist.
Andere Situation: Der Hund wird auf dem Bett liegend erwischt, obwohl er das nicht darf. Eins ist dem Hund augenblicklich klar, jetzt folgt ein saftiger Kommentar seitens des Menschen. Was tut der Hund? Steht auf, wedelt wie wild, hüpft auf dem Bett hin und her, macht eine Spielaufforderung nach der anderen, steigt dabei vom Bett, als wäre nichts geschehen, springt weiter um den Menschen herum und macht ein irrsinniges Theater. Wer soll da noch böse sein? Kein Mensch - also gut ausgetrickst. Und dann? Ist der liebe Mensch um die Ecke, geht der Hund undbeeindruckt wieder gemütlich aufs Bett…. Echte "Einwickler", diese Hunde.
Mit diesem Charme können sie so manche Hundebesitzer, aber auch Artgenossen verwirren und milde stimmen. Ganz schön schlau von unseren Vierbeinern, sie wenden diese Strategie gerne bei allem an, was "heißersehnt" und schwer zu bekommen oder gar verboten ist, da ist der Reiz umso größer! Dazu können interessante Ressourcen zählen, wie das Sofa, das Bett, jede Form von Futter, die heiße Hündin, das Bällchen oder der Stock, den gerade ein anderer Hund sein Eigen nennt. Bei erfolgreicher Manipulation des Gegenübers geht dann alles blitzschnell: demütiger Charme oder Desinteresse vortäuschen, anschleichen, annähern an das Objekt der Begierde, wegnehmen, abhauen und verteidigen, wenn es sein muss. Die Energie und der Zeitaufwand lohnen sich meistens, anfangs muss der Vierbeiner noch strategisch tricksen, aber mit der Zeit ist das nicht mehr nötig. Der Mensch ist "weichgekocht", und das Erobern beliebter Ressourcen geht ganz von alleine - direkt ohne Hindernisse. Ganz schön schlau, unsere Hunde….

(Quelle: Populäre Irrtümer über Hunde, A. Weiershausen)





Kalter Hund


Ob "Kalter Hund" oder "Kalte Schnauze", es hat weder etwas mit einem verstorbenen Vierbeiner noch mit einer feuchten, kalten Hundenase zu tun.
Es ist schlicht ein schmackhafter Kekskuchen mit viel Schokolade, der auch Kellerkuchen genannt wird. Ein Kellerkuchen ist einfach herzustellen, man braucht keinen Ofen und verbrennt sich nicht die Finger. Der Kekskuchen wird nicht gebacken, sondern nach Fertigstellung im Kühlschrank oder früher im kalten Keller gekühlt. Durch seine Verarbeitung mit viel Kokosfett und Zucker ist er sehr haltbar und glänzt dunkelbraun - vielleicht hat er, verbunden mit der Kellerkälte, dadurch einmal an eine Hundenase erinnert? Kinder und Erwachsene lieben diesen Kuchen wegen der Schokolade. Schade eigentlich, dass es so gar kein Hundekuchen ist.


Hier ein Rezept zum Nachmachen:

Zutaten:
300 g Kokosfett, 300 g Puderzucker, 120 g Kakao entölt, 2 Eier, 4 EL Orangensaft, 8 EL heißes Wasser, 40 g Mandeln, 225 g Butterkekse, 200 g Kuchenglasur (ergibt ca. 15 Portionen - 454 kcal pro Portion).
Zubereitung:
Kokosfett in eine Stielkasserolle geben und auf mittlerer Temperatur schmelzen. Den Topf vom Herd nehmen und das Kokosfett etwas abkühlen lassen. Puderzucker und entölten Kakao in eine Schüssel sieben und mischen. Eier in eine Rührschüssel geben und schaumig rühren. Nach und nach die Puderzucker-Kakao-Mischung unterrühren. Mit Orangensaft zu einer glatten Masse rühren. Unter Rühren das leicht abgekühlte Kokosfett in dünnem Strahl zugießen. Heißes Wasser zufügen und die Kakaomasse glattrühren. Mandeln in eine Schüssel geben . Mit kochendem Wasser überbrühen und das Wasser nach ca. 5 Minuten abgießen. Die braunen Häute durch leichten Druck zwischen Daumen und Zeigefinger entfernen. Eine Kastenform leicht einfetten und mit Pergamentpapier auskleiden, das Papier evtl. mit Klebestreifen außen an der Form festkleben. Den Boden der Form mit Mandeln auslegen 5 EL von der Schokoladenmasse einfüllen und glatt verstreichen. Darüber eine Schicht Butterkekse legen und leicht andrücken. Bei allen weiteren Schichten nur noch 2 EL Schokoladenmasse auf die Butterkekse geben und glattstreichen. Im Wechsel fortfahren, bis die Kastenform voll ist. Den Kekskuchen mindestens 2-3 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank oder Keller stellen, bis er gut durchgekühlt ist. Kekskuchen auf ein Brett stürzen und das Pergamentpapier vorsichtig abziehen. Kuchenglasur im heißen Wasser nach Packungsanleitung schmelzen und über den Kuchen gießen. Bis zum Servieren wird Kalter Hund im Kühlschrank aufbewahrt. Versuchen Sie es doch mal! Viel Spaß dabei!


(Quelle: Populäre Irrtümer über Hunde, Weiershausen)


Hunde dürfen Schokolade naschen

Jeder weiß, dass Schokolade glücklich macht und bei Liebeskummer hilft. Schokolade ist wunderbar süß, schmilzt langsam auf der Zunge und schon der Anblick hebt die Stimmung. Wieso sollte man eigentlich nicht auch unsere treuen Freunde mit dieser verführerischen Süßigkeit verwöhnen? "Ein Stückchen in Ehren kann niemand verwehren" - sagt sich so leicht, bis man den wahren Hintergrund kennt.
Schokolade ist zwar für den Menschen ein beliebtes Naschwerk, jeder Deutsche verspeist etwa acht Kilo pro Jahr, für den Hund aber ist sie unter Umständen sogar tödlich. Denn mal ganz davon abgesehen, dass Schokolade ungesund für die Zähne ist, geht es in erster Linie um den Wirkstoff Theobromin - ein koffeinähnlicher Wirkstoff der Kakaobohne, der in der Schokolade enthalten ist und den Kreislauf und das Nervensystem stimuliert. Das hört sich erst einmal nicht spektakulär an, weil es für den Menschen eigentlich ungefährlich ist.
Die Gefahr steckt in der großen Menge Theobromin, die vor allem in Zartbitter-, Bitter- sowie Kochschokolade reichlich vorhanden ist, da diese Schokoladensorten einen besonders hohen Kakaoanteil haben. Schon bei einer Gabe von 0,7 g Bitterschokolade pro Kilogramm Körpergewicht (das sind gerade mal 14 g bei einem 20 kg schweren Hund) sind bereits hohe Mengen von Theobromin im Blut nachzuweisen. Und die Einnahme von nur 20 g Kochschokolade pro Kilo kann tödlich enden. So kann bei einem fünf Kilo schweren Hund - nur zum Vergleich: Yorkshire Terrier und Chihuahua wiegen zwischen einem und drei Kilogramm - der Verzehr einer 100-g-Tafel giftig sein. Vergiftungserscheinungen bei größeren Mengen Schokolade zeigen sich etwa vier bis zwölf Stunden nach dem Verzehr. Die ersten Krankheitsanzeichen sind Erbrechen oder Durchfall. Später folgen Herzrasen, Zitteranfälle, Muskelkrämpfe, Lähmungen der Hinterhand, Koma - und im Extremfall stirbt der Hund an Herzversagen.
Aber auch kleinere Mengen werden vom Hund nicht vertragen. Dabei kommt es weniger auf die Menge als auf die Dauer der Süßigkeiten-Einnahme an, die dann eine langsame Vergiftung zur Folge hat. Ausschlaggebend ist dabei, das Theobromin nur verzögert und langsam vom Körper abgebaut und ausgeschieden wird. Gibt man dann jeden Tag nur ein kleines Häppchen der Süßigkeit, hat das ebenfalls Vergiftungserscheinungen zur Folge, die sich aber erst nach und nach zeigen.


(Quelle: Populäre Irrtümer über Hunde, A. Weiershausen)



Wenn Hunde Gras fressen….

…. gibt's Regen!

Hunde grasen und kauen mit höchstem Genuss oder verschlingen gierig ganze Grasbüschel. Doch hinterher regnet es beileibe nicht, wie die alte Bauernregel so schön vorhersagt. Ob die Regel lautet "Frisst der Hund viel grünes Gras / gibt es bald von oben was" oder "Fressen die Hunde Gras / wird es heut noch nass" ist eigentlich egal, eins steht fest: Diese Bauernregel hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.
Das war einmal anders, denn für Bauern und die damalige Landbevölkerung waren immer wiederkehrende Ereignisse Vorboten für Wetter- oder Erntevorhersagen. So gab es auch recht abergläubische Rückschlüsse, z. B. "Eine nasse Hundeschnauze weist auf sonniges Wetter hin" oder "Frisst der Hund Schnee oder wälzt sich darin, so steht Tauwetter bevor". Die Kenntnisse der Wetterbestimmung wurde über die Landbevölkerung weiter verbreitet, teilweise wurden Sprüche sogar als Traditionsgut aus der Antike übernommen.
Unsere Vierbeiner genießen trotz aller Prophezeiungen den Verzehr der Gräser und es scheint den Hunden egal zu sein, welche Grassorte sie fressen. Beobachtet man sie aber genau, sind sie doch sehr wählerisch und haben Vorlieben. Besonders die Quecke, auch mit dem Synonym Hundsgras bezeichnet, ist ein wohlbekömmliches Süßgras mit vielen heilenden Eigenschaften. Es findet sich auf Äckern, an Wegrändern oder in Gärten, wo es weniger beliebt ist. Es wird vermutet, dass unsere Vierbeiner den süßlichen Geschmack dieses Grases nicht nur besonders gerne mögen, sondern die Inhaltsstoffe ebenfalls für die Verdauung förderlich sind. Die Quecke ist eine Heilpflanze, die schon in der Antike ihre Anwendung fand. In den langen Halmen finden sich Inhaltsstoffe wie Kohlenhydrate, Mineralsalze, Kieselsäuren, Eisen und die Vitamine A und B. Quecke regt den Stoffwechsel und die Ausscheidungsprozesse an, sie entwässert und hilf Körperschlacken zu beseitigen sowie Hautleiden zu verbessern. Unsere Hunde wissen wohl, was gut für sie ist, denn Quecke leitet sich ursprünglich von dem Wort vivus, lebendig, ab. Uns so ist es nicht erstaunlich, dass sie nach dem Verzehr "quicklebendig" sind. Denn mit dem Grasverzehr lösen unsere Hunde sicher das ein oder andere Verdauungs- und Magenproblem, nicht nur weil Grashalme sich schützend um spitze oder unverdauliche Dinge im Magen winden. Alles was unbekömmlich ist, wird mithilfe des gefressenen Grases nach außen transportiert. Dabei wird durch Bitterstoffe im Gras die Produktion der Magensäure angeregt, die dann die Nahrung besser zersetzen kann. Reicht das nicht aus, um Unverdauliches zu "eliminieren", wird alles gemeinsam erbrochen. Dieses Erbrechen ist kein krankhafter Vorgang, sondern eine klare Selbstregulierung des Hundekörpers. Danach ist auch der Säurehaushalt im Magen wieder ausgeglichen und unser Hund rundum mit sich im Reinen.


(Quelle: Populäre Irrtümer über Hunde, A. Weiershausen)






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